Montag, 31. Mai 2010

So, es haben sich in den letzten Tagen und Wochen ein paar Kommentare angesammelt, auf die ich gerne antworten würde.

Die U-Bahnstation heißt natürlich Elephant and Castle und übrigens danke für den Link, der ist wirklich sehenswert.
Diese Taxis, Cab geschrieben (keine Sorge, dass kriegen nicht mal die Leute hier auf die Reihe), sind eines der wichtigsten Verkehrsmittel, inbesondere, wenn man mit einem Rollstuhl unterwegs ist. Ja, und wenn man mal einen Heuballen transportieren möchte, so wie Sven, kann man sich natürlich auch ein solches Taxi mieten. Es gibt nämlich noch andere, die einfach ganz normale PKW sind, die man aber rufen muss und nicht einfach "catchen" kann.

Die Gräber auf einem der Bilder dürften euch allen aus dem Film "Sakrileg - The da Vinci-Code" bekannt vorkommen, denn in dieser Kirche suchen Robert Langdon und Sophie Neveu nach... ...nach was auch immer die suchen.

@Angela: Ich bin ja mal gespannt, wann mein kleiner Neffe seinen ersten Marathon läuft ;)

Das Foto der Sphynx-Katze stammt tatsächlich von der Wikipedia. Bin durch Zufall daraufgestoßen, konnte aber ja nicht wissen, dass ihr euch alle so gut auskennt, was Katzen angeht.

Ich bin mir bei dem kuriosen Gewächs relativ sicher, dass es sich nicht um Rhabarber handelt. Ich habe es aus der Nähe gesehen und mir gedacht, das es vielleicht verwandt ist, aber auch wieder nicht so eng, dass es zur Rhabarbergattung gehört. Guckt man sich nämlich mal die Stängel an, fällt auf, dass diese schuppig sind, was keinem Rhabarber entspricht. Auch der Blütenstand, lässt vermuten, es sei etwas anderes. Hier nochmal eine Nahaufnahme:

Bis dann, euer Hannes.
PS: Zwei Monate nur noch.

Sonntag, 23. Mai 2010

London

Hallo mal wieder! Ich dachte mir, dass ich ja mal wieder etwas schreiben könnte. Denn ich will ja auch, dass ihr wisst was hier abgeht und dass mein Blog nicht stirbt, aber mit eurer und meiner Beteiligung und den Kommentaren passiert das sicher nicht.
Ich liege gerade jetzt (mit meinem Laptop) das erste Mal im Park. Denn jetzt gerade ist es echt ganz schön. Und es sind bis zu 23°C. Das ist sehr ungewöhnlich für Liverpool. Ich hoffe es bleibt so, denn das lässt sich gut aushalten. Ich weiß, dass Tschechien und Polen gerade absaufen und Deutschland auch demnächst betroffen sein wird. Aber was soll ich sagen… außer… kommt doch einfach hierher in den Sommer.
Es liegt noch ein bisschen Zeit hier vor mir, aber ich schaffe das schon. Ich habe jedoch das Gefühl, das man mich hier so kurz vor dem Ende noch richtig verfeuern möchte mit allen möglichen Querelen. Dabei könnten die anstehenden sleep-in noch das kleinste Übel werden. So muss ich zum Beispiel vielleicht umziehen, vielleicht erst zwei Wochen vor meiner Abreise, was die Sache nicht sinnvoller erscheinen lässt. Das ist sowieso total bescheuert und ich verstehe auch nicht, wieso wenn, dann ich umziehen sollen muss. Naja, wehrlos werde ich nicht kapitulieren. In den ersten drei Monaten hätte ich es noch okay gefunden, aber jetzt? Jetzt, wo ich mich daran gewöhnt habe und sogar ne neue Matratze gekauft habe, für das Bett auf dem ich schlafe? Das klingt ziemlich grotesk, zumal das Zimmer, in das ich ziehen müsste, nicht mal ein Bett hat, sondern nur eine Matratze, sodass ich also auf dem Boden schlafen müsste.
Sehr gewundert hat mich auch, dass ich in den letzten 10 Tagen drei Mal kochen musste. Dazwischen hatte ich noch mehrere Tage frei. Drei davon zusammen, von Montag bis Mittwoch, da bin ich nach London gefahren und habe einen Kumpel besucht, den ich auf dem Vorbereitungsseminar zum Auslandsjahr kennengelernt hatte. Ich war jetzt also schon dreimal in London und es ist immer wieder schön. Und deswegen ist die Zeit auch immer knapp. Trotzdessen habe ich bei den beiden Malen die ich, seit ich hier bin, sehr viel erlebt und muss wohl gleich die nächste Diashow hinterher schieben.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Pilgerreise nach Whitby (Nordseeküste)

Manno meter, ich brauche aber auch immer lange um einen solchen Blogeintrag zuverfassen, das muss an meiner allgemeinen Lust- und Antriebslosigkeit liegen. Da hat der "Divisor" schon recht. Das einzig Gute an der Sache ist, dass jetzt so langsam ein Ende in Sicht ist: Es sind nicht mal mehr drei Monate, also lediglich 11-und-ein-bisschen Wochen übrig.
Meine Gute Laune zehrt davon und von der Zeit danach, denn es wird Zeit, dass ich wieder zurückkomme und abschließe mit dem, was ich hier erlebt habe und (er)lebe.
Es kommt mir fast schon so vor, als wäre das jetzt schon das Ende, auch den Urlaubsantrag habe ich schon vor mir liegen. Ich denke schon darüber nach, welche Sachen und Dinge ich hierlassen werde und was unbedingt wieder mit mir zurück muss.
Hier herzukommen war zweifelsohne ein großer Schritt und Zurückzukommen ist keinesfalls ein Schritt zurück. Es wird ein weiterer Schritt, der ebenfalls riesige Veränderungen bringen wird und darauf freue ich mich schon!!!
Wenn ich zurückkomme ist aus einem Blickwinkel alles gleich geblieben, jedoch ist aus einem anderen auch alles anders. Mir wird es wenn ich wieder da bin vermutlich in manchen Sekunden vorkommen, als wäre ich nur kurz weggewesen, in anderen eher, als hätte ich Jahrzehnte verpasst. Das scheint mir ein ziemlich mächtiger, komischer Eindruck zu werden.
Das aber liegt alles noch in der Zukunft, darüber kann man ja schlecht berichten...

Ich war jedoch auf Pilgrimage in Whitby. Mit der ganzen Organisation, d.h. Leute mit Behinderungen sowie Leute die im Büro sitzen und natürlich die Assistenten, inklusive mir. Die alle sind am Montag, dem 3. Mai alle in einen Reisebus, bzw. Kleinbusse (insbesondere für die Rollstühle). Dann sind wir ein Mal durch Land gefahren, von hier, Liverpool, an der Atlantikküste, bis nach Whitby auf der anderen Seite, an die Nordseeküste. Der Ort dürfte ein bisschen kleiner sein als Perleberg, von der Einwohnerzahl her, von der Ortsgröße selbst ist es wie ein großes Dorf... Na gut, das ist Perleberg wohl auch ;)

Whitby ist berühmt für drei Personen und eine Geschichte: St. Hilda, Brother Cædmon, Captain James Cook und Dracula.

St. Hilda (ca. 614-680) war die Abtissin der Klosters in Whitby und wurde von der katholischen Kirche heilig gesprochen.
Brother Cædmon (7. Jh.) ist der erste namentlich überlieferte englische Poet.
Captain James Cook (1728- 1779)ist ein ziemlich berühmter britischer Seemann und Entdecker (heute leider ein ausgestorbener Beruf).
So genau, und Dracula sollte eigentlich in Osteuropa, im Siebengebirge oder so spielen, aber der Autor Bram Stoker hat während einer Seereise in Whitby halt gemacht und sich inspirieren lassen. Jetzt gibts dort überdurchschnittlich viele dunkle Gestalten ;) und eine Gothic- Woche und ein entsprechendes Festival.
Whitby ist ein sehr schönes kleines und idyllisches Städtchen mit rauhem Wetter, aber ich hatte ein paar schöne Tage:



Bis bald, euer Hannes

Sonntag, 2. Mai 2010




Katrin und ich haben zu Fuß die Londoner Innenstadt erkundet und dabei natürlich auch die Tower Bridge besucht. Dabei hatten wir im Gegensatz zum Vortag unglaublich gutes Wetter.

Zurück in Liverpool, haben wir auch viel unternommen und gesehen. Hier stehen wir inmitten des historischen Kulturerbes der Stadt. Von diesem Punkt aus kann man alle wichitigen Sehenswürdigkeiten in Kürze erreichen. Von diesen gibt es auch schon ein paar Bilder in meinem Blog, zum Beispiel die Walker Art Gallery, die St. George's Hall und wie im Hintergrund zu sehen die Nelson Column.

Hier stehe ich mit meiner Mama am Strand, wo der Mersey in die Irische See (Atlantischer Ozean) mündet.

Dies ist eine alte englische Verteidigungsanlage an der linken Mündungsseite des Mersey River. Heutezutage ist das "Fort Perch Rock" in Privatbesitz.

Das dort hinten am anderen Ende des Parks ist die "Lady Lever Art Gallery", die hat ihr Mann ihr gewidmet und alle Ausstellungsgegenstände privat zusammengesamelt. Es ist überwältigende (also an der Anzahl der Exponate gemessen) Kunstsammlung von Portraits bis zu Ausgrabungsgegenständen des Alten Roms.