Mittwoch, 30. Dezember 2009

Jahresrückblick

Okay, dieser Eintrag blickt auf das vergangene Jahr zurück. Vor allem natürlich auf meinen Aufenthalt hier. Es ist also ein Auslandsjahresrückblick. Er dient aber auch zum Einstieg in meinen Blog, denn vielleicht ist der eine oder die andere ein bisschen abgeschreckt, wenn er oder sie nicht von Anfang an mitliest, denn ich fange ja nicht bei jedem Eintrag im Urschleim an...

Also zu Anfang diesen Jahres war ich noch ein Schulkind und steckte mitten im Abi(-stress ;-) ). Der Beschluss, einen Auslandaufenthalt meiner Schullaufbahn anzuschließen, bestand damals schon länger und sogar Bewerbungen waren schon geschrieben und abgeschickt. Während ich mich im Frühjahr also nebenbei auf meine Prüfungen vorbereitet habe, indem ich jeden Tag erst auf gestanden bin, nachdem die Sonne den Zenit schon überschritten hatte - denn Mittagssonne ist ja besonders gefährlich - und im Garten lag, habe ich also alle Formalitäten meines „Anderen Dienstes im Ausland“ (ADiA) geklärt. Das heißt, das Meiste war schon gelaufen und ich erinnere mich, dass ich mein Telefoninterview im letzten Dezember hatte.
Weiter im Takt: Nach meinem Abitur, das Zeugnis habe ich am 26. Juni erhalten, bin ich nach Stockholm geflogen und habe die wohl schönste Stadt Europas unter die Lupe genommen. Stockholm ist wirklich eine tolle Stadt: sehr sauber, architektonisch sehr schön, sehr fußgängerfreundlich etc.

Während des Sommers war ich dann noch Volunteer bei den Leichtathletikweltmeisterschaften in Berlin. Und auch diese Zeit wird unvergesslich bleiben, denn ich habe so viele Menschen kennengelernt und viele viele unglaublich schöne Erlebnisse gehabt.

Unfortunately musste ich zwei Tage vor dem großen Höhepunkt für alle involvierten Personen abreisen, um nach Hause zu fahren und meine Sachen umzupacken, denn das Vorbereitungsseminar für mein Auslandsjahr wartete schon auf mich in Northeim. Dort bin ich dann dank der DB mit einem schweineteuren Ticket hingefahren. Ins Ungewisse, was aber nicht das letzte Mal passiert sein sollte. Das Seminar an sich vermittelte verständlicherweise wenig über meinen konkreten Job, den ich hier mache. Denn bei 25 jungen Typen, die alle anderswo arbeiten sollen, kann man, wenn überhaupt, nur Kernkompetenzen vermitteln. Auf jeden Fall wurden wir dort sehr gut sensibilisiert für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und haben gelernt uns auf Teamarbeit einzulassen und vorzubereiten. Die Freizeit stand allerdings im Vordergrund und hat uns zu sehr viel Spaß verholfen...
Als ich dann zurück kam war gar nicht mehr so viel Zeit bis zu meiner Abreise übrig geblieben und ich musste dafür Sorge tragen, dass die verbleibenden Sommertage richtig richtig schön werden würden. Und so kam es, dass ein Höhepunkt den nächsten jagte. Ich habe meine letzten Tage in Deutschland nämlich richtig genossen - nicht alleine - versteht sich. So konnte ich ein supergeiles Konzert von meinem Künstler des Jahres besuchen. Peter Fox hat dieses Jahr nämlich immer ordentlich auf die Kacke gehauen und ich verbinde mit ihm und seinen Bands so einige Erlebnisse; denn ich war ja nicht nur auf diversen Konzerten von und mit ihm, nein ich durfte auch in einem Video mitspielen, wo er den Regisseur gab.






Miss Platnum - She Moved In von Clipfish



Ich hoffe ich vergesse nichts wichtiges! Der familiäre Höhepunkt für mich dieses Jahres war natürlich die Hochzeit meiner Schwester. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich erst so spät nach dem Abitur außer Landes geflogen bin. Ich hätte ja auch schon Anfang Juli weg sein können, aber ich bin mehr als froh, dass ich den Sommer in Deutschland verbracht habe, etwas Besseres hätte mir nicht passieren können!!!

Ein sehr interessantes Unternehmen habe ich dann aber doch noch gestartet, todesmutig, halsbrecherisch und allgemein total abgefahren!!! Ich bin nämlich vom Hochhaus gesprungen. Das war echt total cool:

Bevor ich abreisen durfte, wurde ich aber noch entführt und wusste natürlich nicht so recht wie mir geschieht. Das war schon ein bisschen komisch, denn mir hatte mein Engel Katrin erzählt, ich solle mich ordentlich angezogen am Montag vor meiner Abreise zu um sieben Uhr bereithalten. Hm, ich in meiner Naivität dachte natürlich auch, dass Katrin mich dann abholt. Aber nein, als ich die Tür öffnete, sprangen mir zwei maskierte und bewaffnete Gangster an den Hals und knebelten mich und legten mich gefesselt und mit verbundenen Augen in den Kofferraum eines Auto ;-) . Also es kamen zwei gackernde^^ Freundinnen an meine Haustür und haben mich nach Krampfer gefahren, obwohl sie noch versucht hatten mich schwindelig zu machen, was leider nur teilweise gelungen ist. Was wiederum für die "Entführerinnen" nicht allzu schlecht gewesen war, denn wer will schon, dass ich in sein Auto breche?!
Ich wurde, als ich an den Ort der Wahl angekommen "wurde", von einem Empfangskomitee zu meiner eigenen (Überraschungs-)Abschiedsparty begrüßt. Diese Party war super; vielen Dank an alle, die dort waren und besonders an die Organisatorinnen. Vielen lieben Dank, ich möchte Dinge wie diese echt nicht missen.

Abflugdatum war nun also der 16. September und ich war hin- und hergerissen zwischen Neugier, Angst, Trauer, Freude und "Gefühlen, wo man schwer beschreiben kann" (Eure Mütter).
So, das war eigentlich der interessanteste Part. Mein Aufenthalt hier gestaltet sich momentan und im Rückblick nicht so aufregend:
Ich kam hier also an und alles war fremd, ungewohnt und einfach nur "strange". Ich wurde vom Flughafen abgeholt und auch gleich von miesem Wetter begrüßt. Dann wurde ich zu meiner Arbeitsstelle gebracht, wo ich ein bisschen Abendessen zu mir genommen habe und einfach total überwältigt war von all den Menschen und den ganzen Eindrücken.
Zum Glück habe ich am gleichen Abend noch meinen deutschen Kollegen kennengelernt, der mich auch zu unserer gemeinsamen Unterkunft gebracht hat, wo ich dann mein Zimmer beziehen konnte. Alles war einfach total anders. Ein richtiger Kulturschock, auch wenn man das vielleicht von England nicht erwarten würde. Ich glaube, ich kann meine ersten Eindrücke gar nicht in Worte fassen?!
Zum Glück vergeht die Zeit hier mindestens genauso schnell wie daheim und deswegen waren die ersten Tage und Wochen schnell vorbei und ich konnte anfangen zu arbeiten, denn bevor das möglich war, musste noch ein Formular eintreffen, sozusagen ein polizeiliches Führungszeugnis. Tja und dann ging der ganz normale Alltagstrott los, immer wieder durch Trainings aufgehellt. Ein paar Mal feiern war ich natürlich auch. Das Beste war ein Konzert der BrassBanda - aus Bayern.

In meiner Freizeit halte ich seitdem ich hier bin immer Kontakt nach Hause, entdecke die Stadt (,geh auch mal shoppen), gucke die deutschen Nachrichten und die amerikanischen Folgen von Dr. House.
So und dann kam auch schon mein erster Urlaub, den ich natürlich nutzen musste - nein nicht um das Land zu erkunden, sondern um mal wieder nach Hause zu fahren und die tollsten zehn Tage meines Lebens - bis jetzt - zu verbringen. Auch dort hat ein Höhepunkt den anderen gejagt, der Urlaub war toll, vielen vielen Dank. Ich vermisse jeden einzelnen von euch, danke. Wir sehen uns hoffentlich bald wieder. Aber erwartet nicht noch einen Überraschungsbesuch von mir :-)
Als ich zurück kam, war die Weihnachtszeit schon in vollem Gange und ich ging durch die Stadt und das erste Mal über den Weihnachtsmarkt. Der allererste Stand: deutsche Bratwurst, deutscher Hela-Gewürzketchup und deutscher Senf, ach wie schön...

X-mas kam dann auch in großen Schritten, sodass mein Geburtstag nur sehr kurz zu genießen war, für beides gilt aber: Vielen Dank für die ganzen Geschenke, haben mich alle sehr erfreut *thumbs-up*. Weihnachten hier zu feiern, war auch sehr komisch: nicht nur, weil der Baum mehr wie eine Kugel aussah. Weihnachten war teils auch lustig, aber zu Hause ist es eindeutig schöner. Ich bleibe immer auf der positiven Seite, indem ich mir sage, dass ich das alles nur einmal ertragen muss und es nächstes Jahr und in allen kommenden, besser wird und richtig schön :-)

So ich glaube das war es erst mal mit meinem Auslandsjahresrückblick, es könnte aber passieren, dass ich noch was adden oder verändern muss.

Bis dann, euer Hannes.

PS: Alles Gute für jeden von euch im neuen Jahr!

Montag, 28. Dezember 2009




Auf diesen Bildern, besonders auf dem unterem, kann man den so genannten Tyndall-Effekt erkennen.
Ihr seht also, dass ich hier auch was lerne, vielleicht nicht gleich unbedingt Englisch oder so, aber der irische John Tyndall konnte mit seiner Theorie begründen, warum der Himmel blau ist, das können selbst heute noch ziemlich wenige Menschen erklären und Johnny konnte das schon vor 1870. Der hat auch noch ganz viele andere wichtige und interessante Sachen erfunden und entwickelt.
Achso der Tyndall-Effekt wird übrigens durch die Opazität der Luft und die Lorenz-Mie-Streuung ihrer Moleküle hervorgerufen. =)

Dienstag, 22. Dezember 2009


Ich musste aufhören, da kam ein Hund der an meinen Beinen rumgestreunt ist, dann sein Herrchen und auch noch ein Kollege...

Sonntag, 20. Dezember 2009


Leider ist jetzt schon wieder alles "gone"...

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Mittwoch, 9. Dezember 2009


danke Henis, die sind aber auch cool diese Tassen!!!